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Coachen statt belehren - BBZ-Lehrer/innen gehen neue Wege Drucken
Dienstag, den 01. Dezember 2015

coaching vorschauLehrer sind Besserwisser - das weiß doch jeder. Schließlich wissen sie es auch besser aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung im Umgang mit vielen, vielen Schülerinnen und Schülern. Aber muss das wirklich so sein? Im Rahmen einer zweitägigen Fortbildung haben sich 15 Lehrer/innen der Berufsfachschulen für Ernährung und Soziales auf völlig neue Denkwege begeben: Weg vom Besserwisser - hin zum aktiven Zuhörer und Lernbegleiter.

Die ausgebildeten Coaches Nicole Schlüter und Thomas Kremers (Systemisches Coaching nach dem Deutschen Bundesverband Coaching e.V.) haben den Lehrerinnen und Lehrern näher gebracht, wie es geht: Der Coach unterstützt seine Schüler/innen als wertfreier Begleiter beim Finden eigener Lösungswege. Von zentraler Bedeutung ist hierbei seine Haltung und sein Menschenbild: Die Idee ist, sein Gegenüber durch aufmerksames Zuhören, geschickte Fragen und eine zielführende Gesprächsstruktur zu eigenen Erkenntnissen und Handlungsmöglichkeiten zu bringen.

Dabei ist Coaching nicht nur eine Sache zwischen Schülern und Lehrer – auch Kolleginnen und Kollegen können sich gegenseitig coachen.

Die Teilnehmer des Workshops haben sich zum Ziel gesetzt, das Coaching weiter zu verbreiten. Dazu haben Anna Bode, Kirstin Bradtke, Carolin Sack, Nicole Schlüter und Beate Tollmann eine Coaching-AG gegründet und bereits konkrete Ideen zur Umsetzung im Schulalltag aufgegriffen: Laufbahnberatungsgespräche, Klassenlehrerstunden, Praxisphasen, Sprechtage – erste Schritte auf neuen Wegen.