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Hilfe für traumatisierte Flüchtlingskinder Drucken
Mittwoch, den 04. November 2015

fsp sozpäd1 vorschauZur Zeit kommen Flüchtlingskinder aus aller Welt nach Deutschland. Viele haben Schlimmes erlebt und sind schwer traumatisiert. Jetzt müssen Sie sich in einer bisher unbekannten Welt zurechtfinden. Gerade für Kindertagesstätten und Grundschulen stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Aus diesem Grund haben sich rund 150 Erzieherinnen und Erzieher aus der Umgebung zum diesjährigen Sozialpädagogischen Tag eingefunden.


In diesem Jahr haben BBZ und die Jugendämter im Rhein-Kreis Neuss gleich zwei Referentinnen eingeladen. Im öffentlichen Teil am Nachmittag referierte die Kinder- und Jugendtherapeutin Dr. Diana Ramos Dehn vom Psychosozialen Zentrum Düsseldorf über ihre Erfahrungen im „Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern, -jugendlichen und –familien". Neben den Fakten zu weltweiten Flüchtlingsströmen und wissenschaftlichen Definitionen zum Begriff „Trauma" hinterließen vor allem die Schilderungen einer syrischen Familie tiefe Eindrücke. Nicht nur in der Heimat, auch auf der Flucht waren sie permanenter Bedrohung und Gewalt ausgesetzt. Dabei hinterlassen nicht nur die eigenen Gewalterfahrungen Traumata, sondern beispielsweise auch, wenn der gewaltsame Tod von Familienmitgliedern oder Freunden miterlebt wird.

An die Zuhörer/innen gerichtet verbreitete sie auch Hoffnungsvolles: „Sie können viel tun. Das Zauberwort heißt Stabilisierung". Damit meint sie, dass plötzlich auftauchenden Symptomen wie Panikattacken oder Aggression begegnet werden kann, indem beispielsweise durch Ansprechen der 5 Sinne die Kinder „re-orientiert" werden. Dadurch soll ihnen bewusst werden, dass sie sich nicht mehr in einer objektiven Gefahrensituation befinden, sondern in Sicherheit. Die komplette Präsentation der Psychologin finden Sie hier. Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter folgenden Links:

www.baff-zentren.org

www.ptk-nrw.de

www.psz-duesseldorf.de

fsp sozpäd2 vorschauDie zweite Referentin Frauke Laaser arbeitet als Pfarrerin im Gemeindedienst für Mission und Ökumene Krefeld. Ihren Schwerpunkt „Interkulturelle Erziehung" hat sie bereits am Vormittag den Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik sowie den Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule Kinderpflege vorgestellt. An vielen praktischen Beispielen hat sie vorgeführt, wie man im alltäglichen Miteinander kulturelle Barrieren überwinden kann.

Dieter Urbanski